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09.11.2008: Bravo Schweiz - vielleicht wacht die EU dann endlich auch auf????

 

Der Nationalrat der Schweiz hat am Freitag, den 03.10.2008, einer parlamentarischen Initiative zum Verbot von EU-Schlachttiertransporten

durch die Schweiz zugestimmt. Damit bleibt das Verbot dieser Transporte trotz enormem Druck der EU auf die Schweiz bestehen. Hinter

der Initiative stehen zahlreiche Tierschutzorganisationen und mehrere Kantone der Schweiz. Zugestimmt wurde zudem, dass das

Transitverbot auf der Strasse auch im Tierschutzgesetz verankert werden soll. Jetzt fehlt nur noch die Zustimmung des Ständerats. Was

jedoch allseits erwartet wird.

 

Quelle: Redaktion Tier-INFO

Tierversuchsgegner Pulheim e.V., MENSCHEN FÜR TIERRECHTE, www.tierversuchsgegner-pulheim.de 
 

 

12.09.2008: Tierversuchsfreie Forschung besser fördern

 

Die Gesellschaft für Versuchstierkunde (GV-SOLAS) ist ein namhafter eingetragener Verein mit dem Ziel, die Wissenschaft auf dem Gebiet

der Versuchstierkunde zu fördern. Anlässlich ihrer am 14. September in Dresden beginnenden Jahrestagung moniert der Bundesverband

Menschen für Tierrechte, dass immer noch an der viel kritisierten Methode Tierversuch festgehalten, während die Erfolg versprechende tierversuchsfreie Forschung nach wie vor zu wenig gefördert wird.

 

Die Zahl der in Experimenten eingesetzten Tiere ist in Deutschland in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen. Laut letzten Veröffentlichungen der Bundesregierung wurden in 2006 bundesweit 2,5 Millionen Tiere in Experimenten eingesetzt, gegenüber dem Vorjahr

war das ein Anstieg um 4,4 Prozent bzw. 105.589 Tieren. Auch werden Tierversuche finanziell und konzeptionell noch immer stärker

gefördert als tierversuchsfreie Methoden. Für den Bundesverband Menschen für Tierrechte ist das inakzeptabel und steht im krassen

Widerspruch zu den Aussagen des Koalitionsvertrages der Bundesregierung. Darin haben sich CDU/CSU und SPD selbst zum Ziel gesetzt, Ersatzmethoden zum Tierversuch zügig weiterzuentwickeln.

 

„Medizinische, methodische und ethische Gründe sprechen gegen Tierversuche. Tierversuchsfreie Methoden hingegen führen ein

Schattendasein, obwohl sie bereits zuverlässige Ergebnisse liefern. Ohne ausreichende Anreize zeigen Deutschlands Wissenschaftler

wenig Lust, tierversuchsfreie Verfahren zu entwickeln und anzuwenden. Politik und Hochschulen müssen endlich einen Gang zulegen,

diesen Wissenschaftszweig attraktiv zu gestalten und die Chance zu nutzen, in diesem Bereich weltweit marktführend zu werden“, so

Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes.

 

Doch der Bundesverband Menschen für Tierrechte fordert nicht nur, sondern hat selbst ein Konzept zur Förderung tierversuchsfreier

Verfahren entwickelt und Bundes- sowie Landespolitikern vorgelegt. Ein Bereich darin betrifft die Einrichtung von Lehrstühlen für die tierversuchsfreie Forschung und Lehre, die der Verband selbst aktiv verfolgt. Die Einrichtung dieser Lehrstühle würde die Forschung für Tierversuchsersatzmethoden wesentlich voranbringen. Zudem werden Nachwuchswissenschaftler an dieses Gebiet herangeführt und

können in ihrer Laufbahn dazu beitragen, dass tierversuchsfreie Verfahren immer mehr Anwendung finden.

 

Kontakt: Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e. V.

Pressestelle – Stephanie Elsner, Tel.: 05207 929263, E-Mail: elsner@tierrechte.de
 

 

19.02.2008: US-Forscher wollen Computersimulationen statt Tierversuche

 

Tierversuche bei Tests chemischer Substanzen sollen in den USA zusehends durch Computersimulationen ersetzt werden. Wie zwei

führende staatliche Forschungsinstitute bekannt gaben, soll die Wirkung von Substanzen und Medikamenten künftig häufiger mit Computermodellen zur Zellanalyse überprüft werden.

Die Reaktionen der Tiere auf solche Substanzen sei ohnehin für die Übertragung auf den Menschen nicht sehr aussagekräftig, gab der

Forscher Francis Collins vom Staatlichen Institut zur Erforschung des menschlichen Genoms (NHGRI) bekannt.

"Es ist umständlich und langsam", mit Tieren zu arbeiten, sagte Collins am Rande einer Konferenz in Boston. Statt Tests an lebenden

Tieren vorzunehmen, reiche es, einzelne Zellen zu entnehmen und deren Reaktion auf die Substanzen zu überprüfen, fügte der Forscher

hinzu. Mit den Computermodellen "können pro Tag tausende und sogar hunderttausende chemische Substanzen auf ihre Giftigkeit

überprüft werden", erläuterte Collins.

Mit Ratten oder Mäusen kämen Forscher auf zehn bis hundert Studien pro Jahr, mit Informatik und Zellanalyse könnten jeden Tag mehr

als 10.000 solcher Studien vorgenommen werden, sagte Samuel Wilson, Direktor des staatlichen Instituts für Gesundheits- und

Umweltforschung (NIHS). Allerdings können "Tierversuche nicht von einem Tag auf den anderen aufgegeben werden", schränkte der

Direktor der Gesundheitsinstitute (NIH), Elias Zerhounis, ein.
 

Quelle: AFP
 

 

19.02.2008: Katzenschutz

 

Hallo liebe Tierfreude,
 

nachdem immer wieder Meldungen kommen, dass Haustiere verschwinden und ich eine TV-Sendung zu diesem Thema gesehen habe,

die auch empfohlen hatten die Katzen mit Farbe zu markieren, habe ich mal nach Farbe recherchiert die man einer Katze zum Schutz

gegen z.B. Pelzfänger und Laborfänger aufsprühen kann. Eine solche Markierung würde sicher abschrecken, dass würde die Fänger

vorsichtiger sein lasse und ein buntes Fell ist auch nicht wirklich brauchbar. Ich habe mir diese Farbe besorgt und extra noch mal

kinesiologisch getestet, ob sie für Katzen ok ist. Sie kommt aus der Tierzucht und wird daher auch für Tiere genutzt, die als Lebensmittel

dienen. Für Federn ist sie nicht geeignet, für Fell aber schon, sagten mir die Hersteller. Da Katzen sich aber bes. gründlich und viel

putzen, sollte man sie am besten auf dem Rücken zwischen den Vorderläufen aufsprühen. Man sollte unbedingt auf die

Gebrauchsanweisung achten, dort steht z.B. nicht in Augen kommen lassen usw.

Hier meine Bezugsquelle: Hauptner und Herberholz GmbH & Co.KG, Solingen, Tel. 0212 25010. Die Farbe heißt Viehzeichenspray, gibt

es in Rot, Blau und Grün. Ich empfehle das Grün (Katalog-Nr.: 74462), und zwar weil es eine Tarnfarbe ist und eine bessere Frequenz

wie z. B. Rot hat. Preis für 200 ml inkl. Porto und Verpackung: 8,98 Euro

Viel Erfolg, Gabi Rohs
 

 

19.02.2008: Hundemalaria nicht unterschätzen

Kaum sind die ersten Sonnenstrahlen draußen, ist es auch schon wieder soweit. Unbemerkt befallen Parasiten unsere Haustiere.

Besonders gefährlich ist die durch die Auwaldzecke – auch Braune Zecke genannt - übertragene Hundemalaria. Diese Krankheit verläuft unbehandelt immer tödlich. Noch gibt es keinen wirksamen Impfschutz gegen Babesiose wie die Krankheit in Fachkreisen heißt. Die

Erreger - Babesien - gelangen über den Speichel der Zecke in den Blutkreislauf des Hundes und vermehren sich dort explosionsartig.

Die Hundemalaria hat sich bei uns in den letzten Jahren dramatisch verbreitet. Ernst zunehmende Anzeichen dieser Krankheit können

sein: Mattigkeit, Lethargie bis Apathie, Appetitlosigkeit, hohes Fieber, blasse bis gelbliche Schleimhäute sowie dunkelrot bis grünbraun

verfärbter Urin bis hin zu Bewegungsstörungen. Deswegen sollte jeder Hund nach einem Zeckenbiss mit diesen Anzeichen vorsorglich

zum Tierarzt. Frühzeitig erkannt, lässt sich die Erkrankung gut behandeln. Auch Spot-on Präparate zur Vorbeugung werden von vielen

Ärzten empfohlen.

Quelle: TASSO e. V., Frankfurter Str. 20 65795 Hattersheim Germany, Tel. 06190 937300,
www.tasso.net

 

 

15.12.2007: Landtag befasste sich nach zähem Ringen erstmals mit Gesetzentwurf für ein Kampfhundegesetz

 

Die Zeit des wilden Knurrens bei CDU und SPD ist vorbei. Sachsen-Anhalt soll als letztes Bundesland ein Kampfhundegesetz bekommen.

Der Landtag befasste sich gestern erstmals mit einem entsprechenden Gesetzentwurf der CDU/SPD-Koalition, der voraussichtlich im

Januar beschlossen werden soll.

Bernward Rothe ist diesmal milde gestimmt: "Ich will den vorweihnachtlichen Koalitionsfrieden nicht durch einen Beißvorfall gefährden",

sagt der SPD-Politiker. Man sei zwar "leider deutlich" hinter dem Vorschlag des SPD-geführten Innenministeriums zurück geblieben:

"Aber dieses Gesetz ist besser als gar keines.“

 

Selbstverständlich ist dieser quasi selbst angelegte Maulkorb nicht. Über Monate hatten sich vor allem Rothe und Jens Kolze von der

CDU so heftig ineinander verbissen, dass es zeitweise aussah, als ob es nie ein Kampfhundegesetz geben würde.


Streitpunkt vor allem: Eine von der SPD vehement geforderte Rasseliste mit den Namen gefährlicher Hunde. Noch im August hatte Innenstaatssekretär Rüdiger Erben (SPD) gesagt: "Ein Kampfhundegesetz ohne Rasseliste hat aus meiner Sicht den Namen nicht

verdient."


Doch jetzt ist die Zeit des wilden Knurrens offenbar vorbei. SPD und CDU haben Beißhemmung. Nach "zähem Ringen", so Kolze gestern,

sei nun ein "guter Kompromiss" gefunden worden. Danach wird es eine förmliche Rasseliste nicht geben. Als gefährlich gelten aber

Hunde, wenn sie zu den Rassen gehören, für die bundesweit ein Einfuhrverbot gilt. Das sind derzeit die Rassen Pitbull Terrier, Staffordshire Bullterrier, American Staffordshire Terrier und Bullterrier.

Als gefährlich gelten – unabhängig von ihrer Rasse – zudem Hunde, wenn sie bereits Menschen oder Tiere gebissen oder angefallen

haben oder auf Angriffslust abgerichtet wurden. Für alle gefährlichen Hunde gilt ein Maulkorb- und Leinenzwang in der Öffentlichkeit.

Wer einen gefährlichen Hund halten will, braucht dazu eine Erlaubnis. Diese wird nur erteilt, wenn die Sozialverträglichkeit des Hundes

durch einen Wesenstest nachgewiesen wird und der Halter (er muss das 18. Lebensjahr vollendet haben) seine Zuverlässigkeit und

Sachkunde belegen kann.


So besitzt die geforderte Zuverlässigkeit in der Regel nicht, wer durch im Gesetz definierte Straftaten (z. B. vorsätzlicher Angriff auf das

Leben oder die Gesundheit, Vergewaltigung, Zuhälterei) "zu einer Geldstrafe von mehr als 50 Tagessätzen oder zu einer Freiheits- oder Jugendstrafe rechtskräftig verurteilt worden ist".

Alle Hunde müssen per Chip oder Tätowierung gekennzeichnet werden. Die Hundehalter werden verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung

über mindestens eine Million Euro für Personen- und Sachschäden sowie 50 000 Euro für sonstige Vermögensschäden abzuschließen. Bei

Verstößen gegen das Gesetz drohen Bußgelder von bis zu 10 000 Euro.

Ärzte sollen verpflichtet werden, Beißvorfälle und andere Verletzungen durch Hunde zu melden. Genau das aber erinnert Guido Kosmehl

(FDP) in der gestrigen Debatte ein wenig an " Denunziantentum". In den wenigsten Fällen werde der Bissvorfall ausführlich dargelegt und dokumentiert werden können, sagt er. CDU-Chef Jürgen Scharf bissig : "Das ist doch Quatsch."

Nicht einverstanden ist die FDP zudem mit dem vorgesehenen Recht für Behördenvertreter, Grundstücke von Haltern gefährlicher

Hunde zu betreten. Auch sei schwer nachvollziehbar, warum die Kreise und kreisfreien Städte für die Durchsetzung des Gesetzes

zuständig sein sollen, moniert Kosmehl.

Wie er, so hält auch die Linke-Abgeordnete Gudrun Tiedge viele praktische Fragen für noch nicht geklärt. Die geplante Versicherungspflicht

für Hundehalter und die Kennzeichnung der Tiere werde aber von ihrer Partei unterstützt, sagt sie.

 

Neun Prozent der deutschen Haushalte halten Hunde, unter ihnen sind schätzungsweise drei Prozent Kampfhunderassen. Sachsen-Anhalt

ist das einzige Land ohne Hundegesetz. 13 Bundesländer hatten sich für eine Rasseliste entschieden. Nach fünf Jahren soll das sachsen-anhaltische Gesetz auf seine Wirkung überprüft werden.

 

Quelle: Michael Bock in der Volksstimme vom 15.12.2007

 

 

27.11.2007: Tierschutzpreis Rheinland-Pfalz: Bad Kreuznach ausgezeichnet für vorbildliches Stadttauben-Management


Der Bundesverband Menschen für Tierrechte ist hoch erfreut, dass Rheinland-Pfalz heute durch Umweltministerin Margit Conrad seinen dreigeteilten
und mit jeweils 2.000,-- Euro dotierten Tierschutzpreis an die "Stadttaubengruppe der Stadtverwaltung Bad Kreuznach"

verleiht. Damit erhalte das tierschutzkonforme Geburtenkontroll-Konzept für Stadttauben ein Qualitätssiegel und die Stadtverwaltung

eine Anerkennung ihrer Tierrechtsarbeit.

Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte ist begeistert: "Die zügige, konsequente und selbstständige Umsetzung des Projektes der Stadt Bad Kreuznach zeigt vorbildlichen Umgang mit Tieren im Sinne des Tierschutzes und des Staatsziels Tierschutz. Ich hoffe, dass die Auszeichnung weitere Kommunen motiviert, in das Konzept einzusteigen und somit Frieden zwischen dem Symboltier und den Städtern herbeigeführt wird."

Das Geburtenkontroll-Konzept für Stadttauben wurde in den 90er Jahren von der Bundesarbeitsgruppe Stadttauben entwickelt, die dem Bundesverband Menschen für Tierrechte angeschlossen ist. Es basiert auf: Bindung der Tauben an Schläge, kontrollierte Fütterung sowie Geburtenkontrolle durch Austausch der Gelege mit Ei-Attrappen. So werden Verschmutzung und Tauben-Vermehrung nachhaltig reduziert.

In Bad Kreuznach konnten innerhalb von nur 18 Monaten etwa 95 % des Taubenbestandes an Schläge gebunden werden. Initiiert haben

das Projekt dort die Menschen für Tierrechte Rheinland-Pfalz, Mitgliedsverein des Bundesverbandes.

Mit dem Tierschutzpreis 2007 zeichnet die rheinland-pfälzische Landesregierung Projekte aus drei Kategorien aus. Geehrt werden der

besondere ehrenamtliche Einsatz für den Tierschutz, ein vorbildlicher Einzelbeitrag für den Tierschutz sowie der vorbildliche berufliche

Umgang mit Tieren. Für letztere steht die Stadttaubengruppen der Stadtverwaltung Bad Kreuznach. "Beiden, Stadt und Land gebührt

hier Respekt. Denn beide setzen Zeichen für die Anerkennung und Umsetzung elementarer Tierrechte", schließt Simons.


Quelle: Pressestelle - Stephanie Elsner, Tel.: 05207 929263, E-Mail: elsner@tierrechte.de, www.tierrechte.de
 

 

23.11.2007: Buchtipp: “Tierschutz in Deutschland: Etikettenschwindel?!”

 

So nennt Dr. Hermann Focke seine kürzlich erschienene Dokumentation, die “der gequälten Kreatur gewidmet” ist.

 

Hermann Focke war Veterinäramtsleiter in einem niedersächsischen Landkreis, der zu einer Region mit der größten Nutztierdichte

Europas gehört und für agrarindustrielle Intensivtierhaltung in Reinform steht. Als Insider bietet er mit diesem Buch einer interessierten Öffentlichkeit die Möglichkeit, hinter die Kulissen der industriellen “Tierproduktion” zu schauen. Und er zeigt, wie die Obrigkeit mit einem engagierten und mutigen Tierarzt verfährt, der seine eigentliche Aufgabe “als berufener Tierschützer” ernst nimmt und den Finger immer

wieder in die Wunden legt. So machte er sich mehrmals auf den Weg, um dem Schicksal der “Schlachttiere” auf ihrem Transport in den

Libanon nachzugehen. Seine niederschmetternden Ergebnisse lösten heftige Reaktionen in den Medien, in Politik, Wirtschaft und Verwaltung

aus. Mit Dr. Focke, dessen leidenschaftliches Anliegen es ist, Ungerechtigkeit sichtbar zu machen, stand der Bundesverband Menschen für Tierrechte damals in engem Kontakt. Er wünscht diesem Buch viele Leser, gerade auch unter Amtstierärzten und dem tierärztlichen

Nachwuchs.

 

Erschienen im Pro Business GmbH Berlin, ISBN Nr. 978 – 3-939430-93-3

 

 

21.11.2007: VIER PFOTEN warnt: Hände weg von Knoblauch-Präparaten für Hund und Katze

Knoblauch gilt als Heilpflanze – doch Tieren kann die Knolle gefährlich werden. Bereits kleine Mengen, regelmäßig über das Futter

eingenommen, können bei Hunden und Katzen zu lebensbedrohlicher Blutarmut führen. VIER PFOTEN kritisiert, dass die

Tierfutterindustrie und der Handel immer noch zahlreiche Knoblauch-Präparate anbieten.

Knoblauch und Zwiebeln enthalten Schwefelverbindungen, die – anders als beim Menschen – bei Hund und Katze die roten Blutkörperchen zerstören. Durch N-Propyldisulfid bilden sich in ihren roten Blutkörperchen so genannte Heinz-Körper, die zum Aufplatzen der Blutzellen

führen. „Im Extremfall kann eine Knoblauchfütterung tödlich sein“, warnt Martina Schnell, Referentin für Heimtiere bei VIER PFOTEN.

„Darum: Hände weg von Knoblauch-Präparaten für Heimtiere!“

Trotz der Gefahren bietet der Handel weiterhin Produkte wie Knoblauch-Knabbersticks, Knoblauch-Granulat und sogar knoblauchhaltiges

Hunde- und Katzenfutter an. „Die Hersteller werben sogar häufig mit einer angeblich gesundheitsfördernden Wirkung und einem

vermeintlichen Schutz vor Parasiten“, kritisiert Martina Schnell. „Beides ist bisher nicht nachgewiesen.“

Eine Knoblauch-Vergiftung äußert sich zunächst durch Erbrechen und Durchfall. Weitere Anzeichen sind Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit,

blasse Schleimhäute, schnelle Atmung sowie schneller Puls. „Im Vergiftungsfall das Mittel sofort absetzen und den Tierarzt aufsuchen“, rät Martina Schnell. „In der Regel erholt sich ein Hund innerhalb von einer Woche nachdem der Knoblauch abgesetzt wurde.“

Nähere Infos gibt es beim VIER PFOTEN Heimtier-Service, Tel: 040 39924942 oder
martina.schnell (ät) vier-pfoten.org.

VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz, Dorotheenstr. 48, 22301 Hamburg
 

 

07.11.2007: Pressemitteilung unseres Dachverbandes: Contergan-Skandal - Auch heute keine Arzneimittelsicherheit durch Tierversuche

 

Die Markteinführung von Contergan vor 50 Jahren und seine grausamen Folgen für Tausende Menschen sind derzeit Thema in

Dokumentationen, Talkshows und einem TV-Spielfilm. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte kritisiert, dass bei der Prüfung neuer Substanzen auch heute noch Tierversuche im Vordergrund stehen, obwohl Jahr für Jahr im Tierversuch getestete Medikamente wegen

schwerer und zum Teil tödlicher Nebenwirkungen bei Menschen vom Markt genommen werden.

 

„Tierversuche bieten keine Sicherheit hinsichtlich schädlicher Wirkungen neuer Medikamente“, so Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes. „Denn Tier und Mensch reagieren vielfach völlig verschieden. Der Cholesterin-Senker Lipobay, das Rheumamittel

Vioxx und soeben der Blutstiller Trasylol wurden wegen tödlicher Nebenwirkungen vom Markt genommen – und sind nur die bekanntesten Beispiele der letzten Jahre“, weiß Simons. Diese Medikamente sind in Tierversuchen getestet worden und hatten bei Tieren keine

Nebenwirkungen gezeigt, ebensowenig wie ein Wirkstoff, den der Hersteller TeGenero im März 2006 sechs Männern in Großbritannien

verabreicht und der schwerste Nebenwirkungen hervorgerufen hatte.

 

„Es wird Zeit, endlich von der unzuverlässigen und ethisch nicht vertretbaren Methode Tierversuch abzulassen“, so Simons.

Stattdessen sei es erforderlich, die Entwicklung tierversuchsfreier Alternativmethoden zügig voranzutreiben und deren langwierige

behördliche Anerkennung zu beschleunigen.

 

Infos zu in Deutschland durchgeführten Tierversuchen sowie einige der vielfältigen Möglichkeiten tierversuchsfreier

Verfahren: www.datenbanktierversuche.de

 

Kontakt und Interviewpartner über: Pressestelle – Stephanie Elsner, Tel.: 05207 929263, E-Post: elsner (ät) tierrechte.de, www.tierrechte.de

 

 

15.10.2007: Bundesweit unzureichend geregelt - Hessen verbietet die Haltung gefährlicher Wildtiere  

Der Markt mit exotischen Tieren boomt in Deutschland: Allein am Frankfurter Flughafen wurden 2006 über 940.000 Reptilien, Von den 19 in Deutschland
vorkommenden A.-Arten (Frösche, Kröten, Unken, Molche, Salamander) sind elf Arten in ihrem Bestand gefährdet oder stehen

kurz vor der Ausrottung (Artensterben). Amphibien, Skorpione und Spinnen importiert. „Je gefährlicher, desto beliebter: Immer mehr geltungssüchtige Halter wollen sich statt mit Pitbulls nun mit Kobra & Co. aufwerten“, so PRO WILDLIFE-Sprecherin Dr. Sandra Altherr in

München gegenüber der Presse.

Die Haltung gefährlicher Tiere ist in Deutschland bislang völlig unzureichend geregelt: Nur Bayern, Berlin, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Saarland und Schleswig-Holstein haben überhaupt Regelungen, die zudem völlig unterschiedlich sind. Oft handelt es sich

hierbei nicht um Verbote, sondern die Haltung von Krokodil & Co. muss den Behörden lediglich gemeldet werden. Immer wieder machen

Fälle Schlagzeilen, wo gefährliche Tiere entkommen, ausgesetzt oder in Wohnungen zurückgelassen werden. „In Hessen gab es erst jüngst

wieder einen Fall, bei dem in einer Privatwohnung 34 Giftschlangen frei herumkrochen“, berichtete Altherr. „Inzwischen ist nahezu alles auf

dem Markt erhältlich – selbst Tiere, die vor wenigen Jahren noch kaum einer kannte. Es werden sogar Nasenbären angeboten. Die sehen

zwar possierlich aus, können aber binnen Sekunden die Halsschlagader eines ausgewachsenen Schäferhundes durchbeißen...“

Hessen hat jetzt die Haltung von gefährlichen Wildtieren verboten. Das teilte Innenstaatssekretärin Oda Scheibelhuber mit. „Wir müssen das unterbinden, weil sich aus der Haltung von gefährlichen Tieren wildlebender Art in privaten Haushalten im Einzelfall erheblichen Risiken für

das Leben und die körperliche Unversehrtheit von Menschen ergeben“, sagte Scheibelhuber. Es gelte, insbesondere Kinder zu schützen und Einsatzkräfte davor zu bewahren, von Wildtieren in Wohnungen verletzt zu werden. 

Als gefährlich gelten Tiere, mit denen der Umgang wegen der ihnen eigentümlichen Veranlagungen oder Verhaltensweisen zu erheblichen Verletzungen oder Schäden führen kann, zitierte die Staatssekretärin die Definition. Darüber hinaus sei ein Bestandsschutz vorgesehen

für Halter, die zum Zeitpunkt des In-Kraft-Tretens ein gefährliches Wildtier gehalten haben. Für den Vollzug des Gesetzes sind die Regierungspräsidien zentral zuständig. „Die Sachkunde der Regierungspräsidien, die auch für den Artenschutz zuständig sind, wird auf

diese Weise optimal genutzt“, so Scheibelhuber. Mit dem Gesetz sei ein angemessener Ausgleich zwischen dem Interesse der Öffentlichkeit

an einem zwingend erforderlichen Schutz vor diesen Tieren und dem Interesse der Wissenschaft an einer Haltung dieser Tiere gefunden, so

die Staatssekretärin abschließend.

Quelle: Rundmail

 

Anmerkung: Wann zieht Sachsen-Anhalt endlich nach??

 

 

08.10.2007: Der kluge Herr Staatssekretär Erben...

 

"Die Gegner eines Kampfhundegesetzes mit Rasseliste argumentieren, keine Hunderasse sei von Natur aus aggressiv. ... Ein Gesetz,

das erst greift, wenn ein Hund schon einmal zugebissen hat, ist kein taugliches Gesetz. Wir brauchen eine Lösung, die zum

vorsorgenden Schutz der Bevölkerung beitragen kann."

 

Quelle: Martin Krams, Halberstädter Straße 1-2, 39112 Magdeburg

Tel. 0391 567-5504/-5516/-5517, Fax: 0391 567 5519/-5520

E-Post: pressestelle (ät) mi.sachsen-anhalt.de

 

Ihre Meinungen bitte an das Innenministerium: www.mi.sachsen-anhalt.de  

 

 

01.10.2007: Pressemitteilung unseres Dachverbandes zum Welttierschutztag am 04. Oktober: Affenversuche verbieten

Anlässlich des diesjährigen Welttierschutztages fordert der Bundesverband Menschen für Tierrechte ein gesetzliches Verbot von

Affenversuchen. Dieses sei aus ethischen und wissenschaftlichen Gründen überfällig.

In Deutschland werden jährlich über 2.000 Affen in Tierexperimenten eingesetzt, in der gesamten EU etwa 10.000. Bis zu 80 % der

Primaten müssen noch immer für qualvolle Giftigkeitstests verschiedenster Substanzen ihr Leben lassen. Für Menschen bieten diese

Tests zudem keine Sicherheit, da Affe und Mensch zu oft zu unterschiedlich reagieren, wie z. B. erst 2006 der Fall TeGenero zeigte: In Großbritannien erlitten sechs Männer schwerste Nebenwirkungen durch eine Substanz, die zuvor ohne schädliche Wirkungen an Affen

getestet worden war.

In Berlin und München wurden vor Kurzem Affenversuche in der Hirnforschung nicht genehmigt, weil die Belastung für die Tiere im

Hinblick auf die zu erwartenden Ergebnisse als zu hoch eingeschätzt wurden. Das Landesparlament von Bremen fordert einen

"geordneten Ausstieg" aus den Primatenversuchen. Darüber hinaus sprachen sich im September weitaus mehr als die Hälfte der EU-Parlamentarier dafür aus, alle Tierversuche mit Affen durch alternative Verfahren zu ersetzten.

"Diese Entwicklung macht Hoffnung. Doch jetzt ist Deutschland gefordert und durch das Staatsziel Tierschutz verpflichtet, ein Zeichen

zu setzen und ein umgehendes nationales Verbot aller Affenversuche in Kraft zu setzen", fordert Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte. Das Leiden der Affen müsse endlich ein Ende haben, und es beginne nicht erst im

eigentlichen Versuch. Die hoch sozialen, größtenteils importierten und mitunter sogar noch aus Wildfängen stammenden Tiere, die

- oft einzeln - in karge Laborkäfige eingesperrt wären, müssten eine lange Tortour ertragen.

Informationen und Mitmachaktion: www.affenversuche-stoppen.de

Kontakt über: Pressestelle - Stephanie Elsner, Tel.: 05207 929263, E-Post:
elsner(ät) tierrechte.de, www.tierrechte.de
 

 

09.09.2007: Rechtssprechung anderswo...

 

US-Amerikanische Gerichte sind selten zimperlich, wenn es um Urteilssprüche geht. Das schließt auch die Bestrafung von Tierquälern

ein. Im Gegensatz zu manch anderen Ländern macht man in Amerika auch vor Berühmtheiten nicht halt. So musste sich unlängst der amerikanische Quaterback und Super-Footballstar Michael Vick vor einem Gericht im US-Bundesstaat Virginia verantworten. Er hatte

zugegeben, über sechs Jahre lang illegale Hundekämpfe organisiert und finanziert zu haben. Zu diesem Zweck habe er gezielt Pitbulls

abgerichtet. Hunde, die ihm für den Kampf nicht geeignet erschienen, habe er getötet. Die National Football League (NFL) reagierte

prompt und suspendierte den Top-Spieler der Atlanta Falcons auf unbestimmte Zeit. Jetzt drohen Schadensersatzansprüche in

Millionenhöhe. Sportausrüster Nike nahm sämtliche Fanartikel aus dem Markt. Vick droht eine Gefängnisstrafe zwischen zwölf Monaten

und fünf Jahren.

Eine Meldung von TASSO e.V.

 

 

18.07.2007: Neues Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte - Zwangsmitgliedschaft in Jagdgenossenschaft verstößt

gegen Menschenrechte

 

In Deutschland müssen Tierfreunde dulden, dass Jäger auf ihrem Grundstück Tiere abschießen. Der deutsche Gesetzgeber weigert sich

bislang, die Rechtssprechung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) auch bei uns in geltendes Recht umzusetzen.

Nach wie vor ist bei uns zulässig, was anderswo längst verboten ist: Auch Grundstücksbesitzer, die gegen das Töten auf ihrem eigenen

Grund und Boden eingestellt sind, werden gezwungen, einer Jagdgenossenschaft beizutreten, die wiederum das Recht zur Tötung auf

Jagdpächter überträgt. Deutsche Grundbesitzer müssen per Gesetz zulassen, dass ihr Grund und Boden mit Blei kontaminiert wird, auf

ihm Fallen aufgestellt, Gesellschaftsjagden abgehalten und Tiere, auch Haustiere, abgeschossen werden. Das kann bereits passieren,

wenn Sie ein Haus am Waldrand haben und Ihr Stubentiger gern mal eine Maus fängt.  

 

Bereits 1999 stellte der EGMR im Rechtsstreit Chassagnou ./. Frankreich fest, dass die Verpflichtung, einer Jagdgenossenschaft

zwangsweise beitreten und die Jagd auf eigenem Grundeigentum dulden zu müssen, gegen elementare Menschenrechte verstößt.

Dies hat der EGMR am 10.06.2007 in einem weiteren Verfahren bestätigt: Der Klage einer luxemburgischen Grundstückseigentümerin

auf Ausgliederung ihres Privatbesitzes aus einem sog. Jagdsyndikat und auf Befreiung von der obligatorischen Mitgliedschaft wurde vom

höchsten europäischen Gericht stattgegeben!

 

Das Bundesverfassungsgericht hat mit seinem Nichtannahmebeschluss vom Dezember 2006 den Weg für die erste Klage aus Deutschland

zum EGMR frei gemacht. Ein betroffener Grundstückseigentümer legte im April 2007 Beschwerde beim EGMR ein. Der Europäische

Gerichtshof ließ verlauten, dass er sich 2008 mit dem deutschen Fall befassen werde. Dies könnte das Ende der Zwangsmitgliedschaft

in deutschen Jagdgenossenschaften einläuten.

 

Das Urteil im franz. Original: http://www.zwangsbejagung-ade.de/rechtlichegrundlagen/index.html

 

Die Klage des deutschen Grundstückseigentümers an den Europäischen Gerichtshof im Wortlaut:

http://www.zwangsbejagung-ade.de/rechtlichegrundlagen/klagevoreuropgerichtshof2007/index.html

 

 

04.06.2007: TASSO warnt:

Vorsicht vor Trickbetrügern: Verzweiflung von Tierhaltern schamlos ausgenutzt

 

Mit einer neuen Masche versuchen zur Zeit bundesweit findige Trickbetrüger, verzweifelten Tierhaltern höhere Geldbeträge aus der

Tasche zu ziehen. Die Vorgehensweise ist nahezu identisch: Die Betrüger besorgen sich vermutlich aus Suchmeldungen vermisster

Hunde die hinterlegten Privatnummern der Tierhalter. Danach nehmen sie mit den verzweifelten Tierhaltern Kontakt auf und behaupten,

dass ihr Hund in der Ukraine gefunden worden sei. Die Grenzstation habe das Tier identifiziert und auf Umwegen seien sie nun an die

Info gekommen und wollen helfen. Der Anrufer gebe sich häufig als Rechtsanwalt einer deutschen Kanzlei aus, der zur Zeit in Antalya in

der Türkei sei. Um Vertrauen zu erwecken, hinterlässt er in der Regel eine türkische Rückrufnummer und eine E-Mail-Adresse, unter der

er auch tatsächlich erreichbar ist. Um das Tier nach Deutschland zurück zu bringen, soll der Betroffene per Reise-Bank einen Betrag

zwischen 600 und 800 EUR an eine ukrainische Kontaktadresse überweisen. „Da der Geldtransfer über eine Direktbank erfolgt, kann man

davon ausgehen, dass die Betroffenen weder das Tier noch das Geld wiedersehen werden, da durch dieses Verfahren eine direkte

Barabhebung am Zielort möglich ist und kein Konto geführt werden muss.“, warnt Philip McCreight, Leiter der TASSO-Notruf-Zentrale

eindringlich.

 

Wie von Betroffenen berichtet wurde, gehen die Täter psychologisch sehr intelligent vor. Zuerst wird dem Tierhalter das aufwendige

amtliche Prozedere für die Rückholung des Tieres aus der Ukraine geschildert, sodass die Tierhalter dankbar sind, dass angeblich jemand

anderes die Rückholung in die Wege leiten kann. Außerdem werden die Beträge nicht so hoch angesetzt, dass es den Betroffenen

verdächtig erscheinen könnte. Nach Zeugenaussagen scheint wohl auch kein allzu großer Druck ausgeübt zu werden, was die Betroffenen

sicher misstrauisch gemacht hätte. Von Opfern wurde berichtet, dass deren emotionale Betroffenheit oft zu eingeschränkter

Urteilsfähigkeit geführt habe und man daher bereit war, den Geschichten der Betrüger zu vertrauen. „Immer wieder weisen wir aus

leidlicher Erfahrung arauf hin, Suchmeldungen allgemein zu halten, keine Belohnungen auszusetzen und auf keinen Fall Privatnummern

mit anzugeben, um Missbrauch zu vermeiden.“, erklärt Philip McCreight von der TASSO-Notruf-Zentrale. „Alternativ kann man auf den

kostenlosen Suchplakat-Service und Internet-Suchmeldungs-Service von TASSO zurückgreifen. Hier werden Anzeigen anonymisiert

veröffentlicht und TASSO fängt unseriöse Anrufer von vornherein ab.“, so McCreight weiter.

 

Kontakt: TASSO e. V., Frankfurter Straße 20, 65795 Hattersheim, Tel. 06190 937300

 

 

12.05.2007: Das Grauen bekommt ein Gesicht!

 

In 18 Tagen ist es soweit, das Grauen bekommt ein Gesicht. Reach, die EU Chemikalienrichtline, nach der laut aktueller Recherche 100 000 Chemikalien neu getestet werden, die schon vor 1980 auf dem Markt waren, beginnt. 45 Millionen Tiere sollen in den nächsten sieben bis

zwölf Jahren an Giftigkeitstests sterben, es können auch mehr sein. Für jede chemische Substanz die getestet wird, sollen ca. 3000 Tiere

sterben. Dieser Tod ist qualvoll, er kann über mehrere Wochen dauern.

 

 

Die Umsetzung der Chemikalienrichtlinie beginnt am 01.06.2007

 

Viele von Euch werden dies hier lesen und danach zur Tagesordnung übergehen. Wie schafft Ihr das?

 

Wir werden die Abgeordneten des deutschen Bundestages anschreiben und Anfragen an die EU richten. Vielleicht ist der eine oder andere

von Euch bereit, eine  Kleinanzeige zur Warnung der Bevölkerung zu sponsern? Die Fernsehsender sind ja an dem Thema nicht interessiert.

 

Wir Bürger, Tierbesitzer, sind ebenfalls die Leittragenden der EU-Chemikalienrichtlinie. Schon sind in diesem Jahr die Zahlen der vermissten

Tiere um knapp 30 % angestiegen. Wie hoch werden die Vermisstenzahlen am Ende des Jahres sein? In den kommenden Jahren wird es

schlimmer werden. Tiere mit Freigang, frei lebende wilde Katzen, Hunde, die ohne Leine spazieren gehen, werden von den Straßen der

EU-Staaten verschwinden. Der Tierhandel hat schon jetzt nie gekannte Formen angenommen. Die Tiere werden aus aller Welt herangekarrt

und es sind nicht wenige, die im Versuch landen.

 

Lasst das nicht zu. Wir sind viele! Zeigen wir, dass wir nicht einverstanden sind mit dem, was geschieht. Stellt euch auf die Seite der Tiere,

sie haben sonst niemanden!

 

Vielen Dank an Gabriele Hilbig vom TSV Samtpfote e.V. für die Info.

 

Kontakt über tierschutzverein.samtpfote@gmail.com

 

 

12.05.2007: PRESSEMITTEILUNG - Vermisste Tiere akut wie noch nie - Tiere unbedingt registrieren lassen - Kleidersammlungen melden

 

Die Tierversuchsgegner Pulheim e.V. - Menschen für Tierrechte appellieren, Hunde und Katzen, nicht unbeaufsichtigt ins Freie zu belassen.

"Die Anzahl der verschwundenen Haustiere ist seit April deutlich angestiegen", erklärte Gerd Straeten, Vorsitzender der Organisation.

"Dies ist mehr als besorgniserregend, weil insbesondere viele Katzen in Orten verschwinden, von wo wir keine Informationen über Altkleidersammlungen erhalten. Leider nehmen unsere Mitbürger den Haustierdiebstahl in Zusammenhang mit Altkleidersammlungen

immer noch nicht ernst". "Unser Mitglied Michael Herrentals hat viel Zeit investiert, auf www.haustierdiebstahl-in-deutschland.de 

ausführliche Informationen und Vordrucke zum downloaden zu veröffentlichen", so Straeten weiter. "So können Tierfreunde auf

einfache Weise ihre eigenen Vermisstenmeldungen, Strafanzeigen, Warnblätter etc. erstellen, aber auch detaillierte Hinweise auf Altkleidersammlungen an uns senden. Wir sind dringend auf die tatkräftige Unterstützung angewiesen. Ansonsten werden die Tierdiebe

weiterhin in Orte abwandern, wo wir keine Informanten haben und munter weiter unsere Tiere klauen."

 

Wichtig sei ebenfalls, sein Haustier tätowieren oder mit einem Chip versehen zu lassen und bei TASSO zu registrieren. Die Dunkelziffer von vermissten Haustieren, die nicht registriert wurden, sei wesentlich höher als die offiziellen Zahlen, die zur Zeit ihren Höhepunkt

erreicht hätten. Aufgefundene registrierte Tiere hätten eher eine Chance, wieder nach Hause zu gelangen. "Gleich bei der Kastration

sollte man sein Haustier kennzeichnen und registrieren lassen. Leider gibt es immer noch verantwortungslose Katzenbesitzer, die ihre

Tiere nicht vom Tierarzt unfruchtbar machen lassen. Sehr viel Tierelend könnte dadurch verhindert werden", gibt der Tierschützer zu

bedenken.  

 

Die Tierschützer danken all jenen, die sehr aufmerksam sind und ihnen Kleidersammlungen sowie verdächtige Fahrzeuge samt

Fahrzeugtyp und Kennzeichen melden. Bitten aber gleichzeitig auch auf Freunde, Kollegen, Verwandte und Bekannte einzuwirken,

damit der Kreis der aufmerksamen Tierfreunde permanent größer wird und Tierdiebe keine Chance mehr haben, ihr schmutziges

Geschäft mit dem Leid von Tieren UND ihren Familienmitgliedern fortzuführen.  

 

 

Tierparkchef rettet Tiger vor Ertrinken

 

Der Chef des Tigerparks im mecklenburgischen Dassow hat einen weißen Tiger vor dem Ertrinken gerettet. Das Tier war beim Toben in

den Wassergraben gefallen. Tigerdame Zamira ist daraufhin in Panik geraten. Als das Tier plötzlich ganz untertauchte, lief der 72-Jährige

ins Gehe und sprang ins Wasser. Schließlich ist es ihm gelungen, den Kopf des 150 Kilogramm schweren Tigers über Wasser zu halten,

Zamira ans Ufer zu bugsieren und anschließend am Schwanz aus dem Wasser zu ziehen.

 

Quelle: Volksstimme vom 18.04.2007 

 

 

Huhn weg - Kinder schalten Polizei ein

 

Wegen einer vermeintlichen Huhn-Entführung haben vier Sechsjährige aus Rheinland-Pfalz die Polizei eingeschaltet. Mit einer Taschenlampe bewaffnet erschien das Quartett am Abend auf der Wache. "Sie befürchteten, dass ein braunes Huhn, das aus dem Hühnerstall

verschwunden ist und das sie nun lange gesucht hätten, gekidnappt wurde", hieß es im Polizeibericht. Die Nachsuche ergab, dass das

Federvieh lediglich einen Ausflug in Nachbars Garten unternommen hatte.

 

Quelle: Volksstimme vom 08.02.2007

 

 

Spielstunde macht müde Katzen munter

 

Im Winter sind Katzen außerordentlich häuslich. Das nasskalte Wetter ist so gar nicht ihr Fall. Das liegt unter anderem daran, dass sie Steppentiere sind. Es besteht also gar kein Grund zur Sorge, wenn der schnurrende Vierbeiner nicht mehr annähernd so lebhaft wie im

Frühjahr oder Sommer ist. Auch wenn Katzen, die sonst freilaufend sind, sich im Winter lieber im Haus aufhalten: Sie sollten immer nach

draußen dürfen. Da ihr Schlafbedürfnis in der kalten Jahreszeit wesentlich ausgeprägter ist, tut ihnen ein bisschen mehr Bewegung als

üblich sehr gut: Eine Spielstunde am Tag lässt müde Katzen munter werden. Dann müssen Herrchen oder Frauchen auch nicht auf eine verminderte Kalorienzufuhr achten.

 

Quelle: Volksstimme vom 01.02.2007

 

 

Markusplatz soll taubenfrei werden

 

Venedig will die Taubenschwärme vom Markusplatz verbannen. Wer künftig die Tiere dort füttert, müsse mit 500 Euro Strafe rechnen.

... Bisher gehörte der Schnappschuss mit den Taubenschwärmen auf dem Markusplatz zu den Standardfotos der Venedigtouristen.

 

Quelle: Volksstimme vom 01.02.2007

 

 

Kleine Kaninchen im Polizeiauto

 

Was nicht alles im Polizeiauto passieren kann: Ein zitterndes und frierendes Kaninchen hat auf dem Rücksitz eines Bremer Streifenwagens

zur Überraschung der Polizisten Nachwuchs bekommen. Aus Mitleid sammelten die Beamten zuvor das Tier ein und fuhren zu einer

Tierklinik. Erst dort bemerkten sie den Nachwuchs und übergaben Mutter und Junges sofort einer Tierärztin. Mittlerweile brachte das

Kaninchen dort noch fünf weitere Geschwisterchen zur Welt. Nach letzten Berichten sind Mutter und Nachwuchs wohlauf.

 

"Der Vater konnte bislang noch nicht ausfindig gemacht werden", heißt es lustigerweise im Polizeibericht.

 

Quelle: Volksstimme vom 26.01.2007

 

 

Goldfisch starb im Mixer

 

Der Fall eines bei einer Kunstausstellung im österreichischen Dornbirn getöteten Goldfischs beschäftigt die Justiz. Nach einem Bericht

des Österreichischen Rundfunks ORF wurde die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, nachdem das Tier während einer Schau des dänischen

Künstlers Marco Evaristti von einem Besucher getötet worden war.

 

Evaristti hatte im Frühjahr dieses Jahres in der Ausstellung "Zerstörte Welten und die Utopie der Rekonstruktion" in zehn Standmixern

jeweils einen Goldfisch schwimmen lassen. Er überließ das Leben der Tiere dem Wohlwollen der Besucher. Diese konnten selbst

entscheiden, ob sie die Geräte einschalten oder nicht. Einer der Besucher konnte der Versuchung nicht widerstehen und schaltete den

Mixer ein, der darin schwimmende Fisch starb. Daraufhin erstattete der Österreichische Tierschutzverein Anzeige gegen den Künstler

wegen Tierquälerei.

 

Quelle: Volksstimme vom 28.10.2006

 

Anm. des Vereins: Wenn das KUNST ist, lassen wir uns gern als Banausen abstempeln! Nach bisherigen Erfahrungen in ähnlichen

Fällen, in denen Tiere für die KUNST geopfert wurden, besteht allerdings nicht viel Hoffnung auf eine wirkliche Ahndung der Tat. Und

schon gar nicht, wenn es NUR um einen Goldfisch geht...  

 

 

Polizei stoppt geheimen Tier-Transport nach Polen

 

Hamburg: Traurig gucken die kleinen Kätzchen durch die Gitterstäbe. Jedes von ihnen hatte mal ein schönes Zuhause – bis sie von fiesen Tierquälern für Versuche in Polen weggeklaut wurden.

 

Seit Wochen werden rund um Hamburg immer wieder Katzen als vermisst gemeldet. Die traurigen Besitzer suchen in Tierheimen,

hingen Foto-Zettel an Bäume, fragten Nachbarn nach ihrem Liebling. Vergeblich!

 

Bei einer nächtlichen Verkehrskontrolle der Polizei in Schneverdingen (Niedersachsen) dann die grausige Entdeckung. Die Beamten

winkten auf der Suche nach Alkoholsündern auch einen Lieferwagen an den Straßenrand. Am Steuer des Mercedes-Sprinter: der Pole

Arkadiusz J. (39). In seinem Laderaum: 14 wimmernde Kätzchen! Keines älter als fünf Monate, die meisten nur wenige Wochen alt.

 

Die unglaubliche Ausrede des Fahrers laut Polizei: „Angeblich hat er die Käfige auf einem Hamburger Parkplatz gefunden, versteckt

unter einem Berg Altkleider. Der Mann sagte, er wollte die Tiere am nächsten Morgen zur Polizei bringen. Deshalb gibt es bis jetzt

keinen Grund, gegen ihn zu ermitteln.“ Immer wieder heißt es, dass möglicherweise Altkleidersammler mit dem Verschwinden der

Tiere zu tun haben könnten. Und jetzt sollen die Käfige ausgerechnet unter einem Berg von Altkleidern versteckt gewesen sein? Die

Beamten mussten den Fahrer zwar laufen lassen, brachten aber die verstörten Katzen ins Tierheim. Die Chefin Liane Mitschoch: „Dass

es ausschließlich junge Tiere sind, spricht dafür, dass sie für Tierversuche ins Ausland gebracht werden sollten.“

 

Quelle: Bild online vom 23.09.2006, Hauke Brost

 

Anmerkung des Vereins: Katzenbesitzer sollen wachsam sein und ihren Tieren nicht unkontrollierten Freigang gewähren. Vorsicht ist

auch geboten, wenn z. B. von Wohnungsbaugenossenschaften "Unternehmen" zum Fangen freilebender Katzen beauftragt werden.

Dieses sollten mit Tierschutzvereinen geregelt werden. Ein gutes Beispiel dazu gibt es im Bördekreis. Eine Wohnungsbaugenossenschaft

wollte zur Eindämmung der Katzenpopulation ein Unternehmen zum Fangen der Tiere beauftragen. Leider weiß man bei diesem

"Unternehmen" nicht, wo die Tiere letztlich abbleiben. Über ein Mitglied des damaligen TSV 2000 (einer unserer beiden Vorgängervereine)

wurde das bekannt. Der Vorstand des TSV 2000 schaltete sich ein und bot an, das Fangen, Kastrieren und auch die Vermittlung der Tiere

zu übernehmen - mit gutem Ausgang: Im Einvernehmen mit der Wohnungsbaugenossenschaft konnten binnen einer Woche schon fünf

Tiere eingefangen und gut untergebracht werden. Die Fangaktion geht weiter.

 

Es geht also auch anders.

 

 

Hunde helfen leseschwachen Kindern

 

Hunde können Kinder beim Lesenlernen unterstützen. Das ist das Ergebnis eines Modellprojekts an verschiedenen US-amerikanischen

Schulen. Dabei machten an Leseschwäche leidende Schüler erstaunliche Fortschritte, wenn sie den Vierbeinern regelmäßig aus einem

Buch vorlasen. Der Schlüssel zum Erfolg besteht darin, dass ein Hund das lesende Kind nicht bewertet. Er sitzt da und hört geduldig und interesssiert zu. Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin wird gerade ein Projekt zur Leseförderung mit Hunden ins Leben gerufen. "Schüchterne

Kinder fassen durch den Umgang mit einem Hund mehr Vertrauen in ihr eigenes Können und gewinnen so an Selbstbewusstsein", sagt

Projekt-Betreuerin Andrea Dunkel. So profitieren sowohl Kind als auch Hund von der "Zusammenarbeit", denn für den Vierbeiner ist es

natürlich ein ausgesprochenes Vergnügen, eine Extra-Portion Zuwendung zu bekommen.

 

Quelle: Volksstimme vom 08.09.2006

 

 

Politisches Buch

 

Was hat Österreich, was Deutschland nicht hat? Zum Beispiel ein besonderes Schulbuch. In ihm erklären die Autoren, die österreichischen Journalisten und Europaspezialisten Wolfgang Böhm und Otmar Lahodynsky, leicht verständlich, wie die Europäische Union funktioniert.

Sie tun das nicht theoretisch, sie werden konkret. So beschreiben sie, wie die EU den Kabeljau rettete. Oder: Am Beispiel der Ratstagung

der Innenminister vom März 2004 ermöglichen sie einen Blick hinter die Kulissen.

 

Das Buch ist anschaulich geschrieben, mit übersichtlichen Grafiken und Schaubildern versehen. Es wäre für jede Schulbibliothek ein Gewinn. Gewiss, die Autoren wenden sich an ein österreichisches Publikum, was aber nur im Kapitel 5, "Österreich und die Union", auffällt. Zu

wünschen wäre, dass auch deutsche 12- bis 14-Jährige - und Erwachsene - zu diesem Buch greifen können, um zu erfahren, wie und wo Beschlüsse gefasst werden, die direkt in den Alltag eingreifen.

 

Wolfgang Böhm, Otmar Lahodynsky: EU for you. So funktioniert die Europäische Union; öbv&hpt Verlag, Wien 2005.

128 Seiten, 16,80 Euro. ISBN 3-2009-05007-4.

 

Quelle: Volksstimme vom 14.06.2006 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Stand: 29. November 2010.